Trinken und schwanger werden

Wenn Frauen mehr als ein bis zweimal die Woche und dabei mehr als ein bis zwei alkoholische Gertränke zu sich nehmen, so kann das den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinflussen. Wenn man versucht schwanger zu werden, so erklären Wissenschafter, beeinflusst Alkohol die Chancen schwanger zu werden negativ und auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöht sich.

Eine Frau weiß oft während der ersten Wochen gar nicht, dass sie schwanger ist. Trinkt man gar keinen Alkohol, wenn man versucht schwanger zu werden, dann ist der Fötus den möglichen Gefahren, speziell in der kritischen frühen Entwicklungsphase, nicht ausgesetzt.

Trinken während der Schwangerschaft

Wenn man Alkohol trinkt, wenn man schwanger ist, so gelangt der Alkohol durch die Blutbahn in die Plazenta und somit in das Blut des Babys. Da der Fötus sich noch immer entwickelt, braucht dieser länger bis die Leber den Alkohol verarbeitet hat und der Alkohol kann somit in andere Organe treten. Das Beste, wenn man schwanger ist oder schwanger werden will, ist nichts zu trinken.

Speziell in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft kann vermehrtes Trinken die Organe und das Nervensystem, das sich noch weiterentwickelt, schädigen. Wenn man auch die weiteren sechs Monate heftig weitertrinkt, kann dies zu anhaltenden körperlichen und geistigen Schäden für das Ungeborene führen. Eine gesunde Ernährung, reichlich Wasser und nicht zu rauchen sind die besten Vorraussetzungen für ein gesundes Baby.

Stillen

Alkohol verschwindet aus der Muttermilch ungefähr zwei Stunden, nach dem ein Getränk getrunken wurde. Am besten Sie vermeiden Alkohol, bevor Sie stillen oder Sie planen voraus und pumpen ab, wenn Sie vorhaben etwas zu trinken. Alkohol kommt von der Blutbahn in die Muttermilch und kann Reizbarkeit und Schlafstörungen verursachen, wie auch eine verminderte Menge verursachen.

Fötale Alkohol-Spektrum-Störung

Es gibt eine Reihe von Störungen, physische und geistige, die durch zu viel Alkohol während der Schwangerschaft entstehen. Diese können sein:

  • Alkoholembryopathie
  • Teilweise Alkoholembryopathie
  • Alkoholbedingte Geburtsschäden
  • Alkoholbedingte Neuroentwicklungsstörung

Die Schäden von Alkohol sind oft auch noch begleitet von anderen Störungen, wie z.B. Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Alkoholembryopathie ist nicht genetisch bedingt oder vererbbar und leider gibt es auch keine Heilung. Nicht alle Frauen, die während der Schwangerschaft viel Alkohol trinken, haben ein Kind mit Alkoholembryopathie, aber Studien zeigen, dass die Chancen sehr erhöht sind, dem Fötus zu schaden. Einige der geistigen und köperlichen Probleme können sein:

  • Pränatale Wachstumverlangsamung und dementsprechendes niedriges Geburtsgewicht
  • Zentrale Nervensystemfunktionsstörung
  • Gesichtsmissbildungen
  • Herz- und Nierendefekte
  • Hör- und Sehstörungen
  • Begrenzter Bewegungsapparat
  • Hernien
  • Spaltlippe oder -gaumen
  • Gehirnschäden